Therapiehund Ausbildung

4 Juli 2017
 Kategorien: Privatunterricht, Blog


Der Hund, als vierbeiniger Begleiter des Menschen stellt nicht nur einen treuen Freund dar, vielmehr kann er dem Menschen dienen, und ihm in besonderen Situationen des Lebens hilfreich zur Seite stehen. Aus diesem Umstand heraus werden zur Hilfe im Alltag Hunde als Therapiehunde und Begleithunde ausgebildet.

Für die Arbeit der Begleithunde sind ein unbedingtes Vertrauen zwischen Mensch und Tier und ein sensibler Umgang miteinander notwendig.  Die Unterstützung, welche ein Hund einer Person mit Einschränkungen bieten kann, ist vielschichtig. Die Beeinträchtigungen, die Menschen haben, und bei denen ein Hund ein hilfreicher Begleiter sein kann, sind weitreichend. Diese können etwa Sprach - und Sprechprobleme, Sehbehinderungen oder psychische Beeinträchtigungen sein.

Bei all diesen Situationen, die im Alltag Grenzen mit sich bringen, helfen Hunde mit ihrem feinen Gespür, und durch ihre tiefe Treue, den Menschen dabei ihre Grenzen zu überwinden und Aufgaben im alltäglichen Leben zu lösen. Dadurch gewinnen Betroffene ihre Lebensqualität zurück und können am gesellschaftlichen, sowie kulturellen Leben teilhaben. Dies ist ein entscheidender Schritt, um sich in ihrem Umfeld zu integrieren. 

Die Möglichkeit einen Hund zu einem Therapie - und Begleithund ausbilden zu lassen sind gerade in den letzten Jahren, dem Bedarf entsprechend, gestiegen.   

Begonnen wird mit der Ausbildung zum Therapiehund bereits im Welpen - und Junghundehalter. So arbeiten die Hundetrainer eng mit den Züchtern besonders geeigneter Rassen zusammen. 

Besteht für eine beeinträchtigte Person der Bedarf eines Therapiebegleithundes, dann beginnt die Suche nach dem passenden Hundecharakter. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass beide, Mensch und Tier, eine Einheit bilden können. Ein enger Kontakt und eine entsprechende Prägephase zwischen der hilfsbedürftigen Person und dem Hund sind für eine erfolgreiche Begleitung unabdingbar.

Die Therapiehund Ausbildung, zum Beispiel bei Sattt Inh. Annika Rügen, umfasst 36 Stunden Theorie, in der der künftige Halter des Therapiehundes viel über die Anatomie und das Verhalten des Tieres lernt. Ein Erste - Hilfe- Kurs ist hierin auch enthalten. Krankheitsbilder werden verinnerlicht und die Hygiene und Ethik verinnerlicht. Ein besonderer Teilbereich sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Haltung und Führung eines Therapiebegleithundes. Der Halter lernt die Kommunikation mit dem Hund, die einen Grundpfeiler der gemeinsamen Arbeit darstellt. Weiterhin umfasst die Therapiehund Ausbildung 36 Praxisstunden.

Diese Zeit ist die intensivste Zeit, die immer von einem Ausbilder begleitet wird. Hierbei geht es um die ganz persönliche, ausgerichtet an den individuellen Bedürfnissen des hilfebedürftigen Menschen, Kommunikation und Zusammenarbeit.  Beide, Mensch und Tier, lernen hier das Nähe - und Distanz- Verhalten des Gegenübers kennen und können sich so gut aufeinander einstellen. Nach drei Prüfungen, die gemeinsam abgelegt werden müssen, wird das neue "Team" von den Ausbildern noch einige Male weiterhin in Alltagssituationen begleitet.   

Wenn beide, der Hund und der neue Halter des Therapiehundes, optimal aufeinander abgestimmt sind, die Kommunikation, auch in Stresssituationen, gut funktioniert, dann gilt die Ausbildung als erfolgreich.  Somit gewinnt eine hilfebedürftige Person nicht nur eine professionelle Begleitung in allen Alltagssituationen, sondern auch einen treuen Freund.


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